6:19 - MTV-Strikers erleiden ärgerliche Auswärtsniederlage!

6:19 - MTV-Strikers erleiden ärgerliche Auswärtsniederlage!

(tom.) Eine völlig unnötige Niederlage mussten die Landesliga-Baseballer des MTV Aalen am vergangenen Samstag (26.8.) bei der Bundesligareserve der Heidenheim Heideköpfe einstecken. Mit 9:16 (4:2/0:0/0:0/1:0/0:0/0:1/3:2/1:11/0:0) unterlagen die Strikers nach über dreistündiger Spielzeit, obwohl man das Spiel über weite Strecken sicher im Griff hatte und bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aussah.
Erstmals mit Rückkehrer Mike Sabanovski im Leftfield begannen die Kocherstädter stark. Gleich im ersten Inning wurde das eigene Schlagrecht effizient genutzt und nach zwei „Hits“ und drei Freiläufen an die 1.Base vier Läufer wieder zurück auf die Ausgangsbase gebracht.  Aalen lag damit 4:0 in Führung, der Gastgeber konnte bei Rückschlagrecht lediglich auf 2:4 verkürzen.In den darauffolgenden zwei Spielabschnitten konnte kein Team weitere Punkte erzielen, die Defensivreihen hatten die gegnerischen Schlagmänner im Griff bzw. entschärften heikle Situationen rechtzeitig. Erst im vierten Abschnitt ergab sich eine Änderung auf dem Scoreboard, und zwar zu Gunsten der Gäste. Waldemar Jürgens brachte mit einem mächtigen „Double“ den auf dem 2.Base stehenden Tobias Stürmer nach Hause, Spielstand damit 5:2 für die MTV-Strikers. Danach brachten beide Mannschaften erneut nichts Zählbares zurück auf die Homebase. Ärgerlich für das MTV-Team, dass einmal mehr bei voll besetzten Bases kein durchschlagender Treffer folgte und es mit gleichem Spielstand in den sechsten Spielabschnitt ging. Diesen nutzten die Heideköpfe nach zwei Fangfehlern, um auf 3:5 zu verkürzen. Zuvor wurden die drei Aalener Batter nacheinander unverrichteter Ding wieder zurück auf die Bank geschickt.Besser lief es dann wieder im siebten Durchgang für Aalen. Fuchshuber, Bertuch und Heinzl erhöhten nach vier harten und zum Teil weiten Treffern auf 8:3 für die Strikers. Die MTVler befanden sich klar auf Erfolgskurs, Pitcher David Preuss und seine Feldverteidigung  hatten das Spiel bis dahin sicher im Griff. Nach einem Fangfehler im Aalener Rightfield, durch den zwei potenzielle „Out“ vergeben wurden, verkürzte der Gastgeber in der Folge auf 5:8. Die Aalener zeigten aber bei Schlagrecht im achten Inning prompt eine Reaktion und erhöhten ihrerseits durch Eric Fuchshuber nach einem Schlag von Christian Bertuch auf 9:5.Bei einer eigentlich beruhigenden 4-Punkte-Führung war man Mitte des achten Innings nur noch sechs „Out“ vom Sieg entfernt, nichts deutete zu diesem Zeitpunkt auf eine Aalener Niederlage hin. Vielleicht war genau dies das Problem, einige Akteure hatten gedanklich offensichtlich schon mit dem Spiel abgeschlossen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Obwohl man schnell ein „Out“ für sich verbuchen konnte, brachen bei der Aalener Feldverteidigung danach innerhalb kürzester Zeit unverständlicher Weise alle Dämme. Die Heidenheimer Talentschmiede nutzte seine letzte Chance und setzte mit harten Treffern die gegnerische Defensive immer wieder unter Druck. Durch etliche Aalener Fangfehler konnten die Heideköpfe Punkt um Punkt einfahren, auch ein Wechsel auf der Werferposition – Heinzl kam für Preuss – änderte zunächst nichts am Spielverlauf. Bis zum dritten „Out“ stand ein unglaubliches 16:9 für Heidenheim auf der Anzeigetafel. Kopfschütteln und hängende Köpfe im Aalener Lager prägten jetzt das Bild.
Dennoch rappelte sich das Team danach noch einmal auf  und brachte mit Sabanovski und Stürmer gleich die ersten beiden Schlagmänner auf Base ehe David Preuss nach einem weiten Schlag ins Centerfield das erste „Out“ gegen sich verbuchen lassen musste. Danach kam zum Aalener Unvermögen auch noch Pech hinzu. Nach einem harten und platziertem Schlag von Christoph Roelfsema wurde der Ball glücklich in der Luft gefangen und fast gleichzeitig der sich auf dem Weg zum nächsten Base befindliche Mike Sabanovski mit Ball eher zufällig berührt. Das waren die „Outs“ 2 und 3 in dieser Partie, die MTV Aalen Strikers hatten mit 9:16 tatsächlich das Nachsehen. Aalens Trainer Waldemar Jürgens war danach sichtlich bedient. Seinem Kommentar „Ein Spiel dauert eben neun Innings, wir haben am Ende kollektiv versagt“ ist nichts hinzuzufügen. Bis zum nächsten Spiel am 9. September zuhause gegen Meister und Aufsteiger Virngrund Elks bleibt nun Zeit, das Spiel aufzuarbeiten und den Kopf wieder freizubekommen.
 
MTV-Strikers: Tobias Stürmer (2B), David Preuss (P/C), Christoph Roelfsema (3B), Waldemar Jürgens (Cf), Richard Haidl (Cf), Eric Fuchshuber (Sst), Christian Bertuch (1B), Thomas Meyer (Rf), Adis Heinzl (C/P), Mike Sabanovski (Lf).

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