Sensation auf südost-deutscher Ebene Lennart Köhler zwei Mal auf dem Treppchen

Sensation auf südost-deutscher Ebene Lennart Köhler zwei Mal auf dem Treppchen

An den beiden vergangenen Wochenenden fanden die zwei südost-deutschen Ranglisten (SO-RLT) der Jugend in Regensburg und Konstanz statt. Hierbei kämpften die besten Spieler in den Altersklassen U13 – U19 aus Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen um die Qualifikation zu den deutschen Ranglisten. Vom MTV Aalen waren gleich vier Jugendliche vertreten: Marina Schnegelberger (U13) sowie Beatrice Pavia, Andreas Schnegelberger und  Lennart Köhler (alle U15).

Die erste SO-RLT in Regensburg startete mit der Mixed-Disziplin. Hier startete Marina mit Philipp Most (KSG Gerlingen). Die beiden konnten ihr erstes Spiel in einem Dreisatz-Krimi letztendlich für sich entscheiden. Im darauffolgenden Spiel gegen die späteren Sieger konnten sie im ersten Satz gut mithalten, der zweite ging dann allerdings deutlich an die Gegner. Auch die weiteren Begegnungen verloren sie in jeweils zwei Sätzen, sodass sie Platz 8 belegten. Lennart und Bea traten gemeinsam in U15 an. An diesem Tag konnten sie jedoch nicht ihre beste Leistung abrufen, sodass sie sich am Ende mit Platz 11 zufrieden geben mussten.

Im anschließenden Einzel verlor Marina zunächst ihre ersten zwei Spiele, konnte dann aber die zwei weiteren für sich entscheiden, was Platz 13 bedeutete. Besser lief es für Lennart. Bereits im ersten Satz zeigte er Nervenstärke als es in die Verlängerung ging. Mit 27:25 holte er sich den Satz. Der zweite Satz ging dann deutlicher an Lennart. Der nächste, bereits bekannte Gegner aus Baden-Württemberg stellte für Lennart kein Problem dar, mit 21:8 und 21:18 entschied er das Spiel für sich und stand somit bereits im Halbfinale. Hier wartete ein weiterer BW-Spieler, Jonathan Suprijadi von der SG Schorndorf, auf ihn. Lennart lag von Beginn an in Führung und hatte bereits 5 Satzbälle für sich, konnte jedoch keinen dieser verwandeln, sodass der Satz mit 23-21 an den Gegner ging. Enttäuscht über sich selbst und den unglücklich verlorenen ersten Satz, wollte im zweiten einfach nichts mehr funktionieren, sodass er diesen klar mit 13:21 abgab. Auch das kleine Finale war eine rein baden-württembergische Begegnung. In drei spannenden Sätzen lieferten sich Lennart und Eric Meng (SSV Waghäusel) ein Match auf Augenhöhe. Leider zog auch hier Lennart am Ende den Kürzeren. Er kann sich jedoch über einen tollen 4. Platz freuen.

Toppen konnten Lennart und Andi das Ganze noch im Doppel. Zunächst schalteten sie die Paarung Hauenstein / Mai aus Sachsen sowie Degenkolb / Häfner aus Bayern aus. Das anschließende Halbfinale gestaltete sich wie erwartet äußerst spannend. Erst im dritten Satz entschieden Lennart und Andi das Match für sich (21:15 / 17:21 / 21:19). Im Finale waren dann alle Kräfte aufgebraucht. Eine klare Niederlage und dennoch ein super 2. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Marina rief im Doppel mit Dorottya Gal-Kovacs (BC Lörrach-Brombach) ebenso eine gute Leistung ab. Im Spiel um Platz 5 siegten sie gegen die Schwestern Eline und Lorraine Rusli vom VfL Herrenberg, gegen die sie auf Turnieren zuvor noch unterlagen. Auch Bea mit ihrer Partnerin Laura Kleeb von der TSG Schopfheim zeigten gutes Badminton. Nach gewonnenem Auftaktmatch gegen Eberl / Heinle aus Bayern folgten zwei knappe Niederlagen, u. a. gegen die späteren Siegerinnen Krüger / Lehmann aus Sachsen. Im abschließenden Spiel um Platz 7 gegen die BW-Paarung Mao / An Phong von der TSG Dossenheim hatten sie das Spiel stets im Griff und konnten glatt in zwei Sätzen gewinnen.

 

Leider konnten die guten Platzierungen in Konstanz nicht alle gehalten werden. Zunächst meldete sich Lennart krankheitsbedingt in allen Disziplinen ab, wodurch er seine Erfolge nicht bestätigen konnte. Für Lennart rutschte Andi ins Mixed mit Bea. Bei ihrer ersten Begegnung kamen die beiden nicht wirklich ins Spiel, sodass sie dieses in 2 Sätzen abgeben mussten. Die zwei weiteren Spiele konnten sie jedoch deutlich gewinnen. Somit ging Platz 9 an die beiden.

In U13 standen sich im ersten Spiel Marina und Philipp selbst im Weg, sodass sie knapp in zwei Sätzen verloren. Im darauffolgenden Match fungierten sie viel mehr als Team, wehrten im zweiten und dritten Satz sogar mehrere Satz- bzw. Matchbälle gegen sich ab und konnten in der Verlängerung gewinnen. Auch im abschließenden Spiel um Platz 9 hielt der Teamgeist an, wodurch sie ihre Gegner, gegen die sie beim letzten Mal noch verloren hatten, in 2 Sätzen bezwingen konnten.

Im Einzel ging nur Andi an den Start. Er traf direkt im ersten Spiel auf den an Eins gesetzten Jonathan Suprijadi. Mit  der Einstellung, sowieso keine Chance zu haben, lief auch das Spiel entsprechend. Er unterlag dem späteren Sieger deutlich in zwei Sätzen. Immer noch gefrustet über den Verlauf des ersten Spiels, war auch im zweiten nichts zu holen. Die letzten Matches konnte Andi jedoch in der Verlängerung für sich entscheiden, was den 13. Platz bedeutete.

Im Doppel U13 startete Marina wieder mit Dorottya. Direkt bei der ersten Begegnung standen ihnen die späteren Siegerinnen gegenüber. Sie machten ein tolles Spiel mit vielen spannenden Ballwechseln und mussten sich erst im dritten Satz knapp geschlagen geben. Anschließend trafen die beiden auf die an zwei gesetzte Paarung Wulandoko / Zeng, die unerwartet ihr erstes Spiel verloren hatten. Marina und Dorottya machten ein gutes Spiel, konnten es am Ende aber nicht für sich entscheiden. Im Spiel um Platz 7 mussten sie den ersten Satz knapp abgeben, fanden dann aber zurück in ihr Spiel und ließen nur noch wenig Gegentreffer zu. So ging das Match mit 19:21 / 21:9 / 21:7 und Platz 7 verdient an Marina und Dorottya.

Bea spielte wie gewohnt mit Laura. Die erste Begegnung gegen die Sachsen war für die beiden eine deutliche Sache. Das anschließende Match gegen die an zwei gesetzten Hamm / Höfle aus Bayern war hart umkämpft, jedoch konnten sich die beiden hier nicht durchsetzen. Im dritten Spiel gegen Stephan / Woit ebenfalls aus Bayern sah es dann schon wieder anders aus. Gut ins Spiel gekommen, sicherten sich Bea und Laura den ersten Satz. Nach dem knapp verlorenen zweiten Satz, brachte erst der dritte die Entscheidung. Diesen konnten die beiden dann deutlich für sich verbuchen. Im Spiel um Platz 5 standen ihnen die BW-Spielerinnen Hartmann / Habiboglou  (TSG Salach / TS Esslingen) gegenüber. Auch hier fiel die Entscheidung erst im dritten Satz, diesmal jedoch mit besserem Ausgang für die Gegner. Somit Platz 6 für Bea und Laura.

Alles in Allem haben sich die langen Fahrten zu den südost-deutschen Ranglisten für die Aalener gelohnt. Sie zeigten gute Leistungen in spannenden Spielen und können sich bereits auf die südost-deutschen Meisterschaften freuen, für die sie sich hiermit alle in mindestens einer Disziplin qualifiziert haben.

Lennart Köhler (1. Von links) und Andreas Schnegelberger (2. Von links) belegten im Jungendoppel U15 Platz 2

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